Flugmesspraktikum

Seit dem Sommersemester 2004 bietet die Akaflieg Dresden das Flugmesspraktikum an. Als Bestandteil des Luft- und Raumfahrtpraktikums wird es von allen Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik durchlaufen. Im Doppelsitzer führen wir mit jedem Teilnehmer einen Flug durch. Dabei geht es per F-Schlepp zunächst auf 800 m Höhe, bevor sich je nach Wetterlage ein 15 bis 30-minütiges Flugprogramm anschließt.

Ziel des Flugversuches ist es, den Studenten den praktischen Flugbetrieb näher zu bringen und Flugeigenschaften zu demonstrieren. Entsprechend sind die Messaufgaben angelegt: Mit einfachen Mitteln werden Anstellwinkel bei verschiedenen Geschwindigkeiten bestimmt, Lastvielfache im Kurvenflug, Außentemperaturen in verschiedenen Höhen und mit Wollfäden Strömungsablösungen im Langsamflug veranschaulicht. Letztlich soll jeder Praktikant auch einmal selbst das Flugzeug in der Luft "anfühlen" und so z.B. Wende-Roll- und Roll-Wende-Moment erfahren.

 

Ein Theorieteil ergänzt die praktischen Aufgaben. Er dient zu einem großen Teil als Bewertungsmaßstab, soll aber auch als wissenschaftliche Grundlage das Verständnis für die praktischen Erfahrungen fördern.

 

Großen Wert legen wir bei alldem auf die Sicherheit. Eine Einführungsveranstaltung an der Uni bereitet die Teilnehmer auf ihren Tag auf dem Flugplatz vor, sie bekommen die Handhabung von Haubennotabwurf, Gurtschloss und Fallschirm demonstriert. Am Platz wird das nochmals bei einer Sitzprobe wiederholt, damit der Flugbetrieb selbst zügig und doch ohne Stress ablaufen kann.

 

Die bisherige Resonanz auf diesen Praktikumsversuch war überwältigendes Lob, ... eine Gruppe schrieb: "... die beste Erfindung seit Balisto Keksriegel!"

Institut für Luft- und Raumfahrttechnik